Kennen Sie Bärlauch? Der wilde Verwandte des Knoblauchs, der im Frühjahr vorwiegend in feuchten Laubwäldern geerntet werden kann, ist ein natürliches Antibiotikum und dem Knoblauch in seiner gesundheitsfördernden Wirkung sogar überlegen.

Da die Blätter des Bärlauchs den Blättern zweier äußerst giftiger Pflanzen, dem Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen, zum Verwechseln ähnlich sehen, ist beim Sammeln äußerste Vorsicht geboten. Worin unterscheidet sich der Bärlauch von seinen giftigen „Doppelgängern“? Zum einen duften weder das Maiglöckchen noch die Herbstzeitlose beim Zerreiben der Blätter nach Knoblauch. Überdies sehen die Blüten des Maiglöckchens denen des Bärlauchs in keiner Weise ähnlich, während die Blätter nahezu identisch sind. Die Blätter der Herbstzeitlosen schieben sich rinnenförmig aus dem Boden und haben eine charakteristisch eingezogene Spitze.

Wenn Sie die Unterschiede erst einmal beherrschen, steht der Bärlauch-Ernte nichts mehr im Wege. Die wundervolle Pflanze hat nämlich gleich mehrere gesundheitsfördernde Eigenschaften:

  • Sie reguliert die Verdauung.
  • Sie leitet überschüssiges Wasser aus dem Körper aus.
  • Sie wirkt antibiotisch und kann auch gegen Wurmbefall helfen.
  • Sie reinigt Blut, Haut und Atemwege.
  • Sie verhindert die Entstehung von Blutgerinnseln und inneren Blutungen.
  • Sie hilft bei Atemwegsproblemen und bestimmten damit verbundenen Krankheiten, wie z. B. Asthma.
  • Sie reinigt Nieren und Blase.
  • Sie verbessert das Allgemeinbefinden und vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit.
  • Sie wirkt belebend und energiespendend.
  • Sie entspannt die Muskulatur und stärkt den Magen.
  • Sie senkt und reguliert den Blutdruck.
  • Sie senkt den Cholesterinspiegel.
  • Sie wirkt fiebersenkend.
  • Sie wirkt wohltuend auf das Nervensystem.

Bärlauch ist in der Küche unwahrscheinlich vielseitig einsetzbar. Zum einen ist er ein guter Knoblauchersatz, zum anderen kann die gesamte Pflanze verarbeitet werden, sodass Ihrer kulinarischen Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Verwenden Sie ihn zum Würzen und Verfeinern von Soßen, Beilagen und Suppen.