Wahrscheinlich haben schon viele von Ihnaen mit Kurkuma Bekanntschaft geschlossen. Die einen benutzen es als Gewürz, die anderen für Tees, die dritten haben das gelbe Pulver vielleicht schon einmal im Laden gesehen und sich gefragt, wozu es wohl gut sein mag. Sicher haben Sie auch schon das eine oder andere über die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Kurkuma gelesen oder gehört. Aber was sagt die Wissenschaft? Wie setzt man Kurkuma richtig ein und was ist tatsächlich dran an der wundersamen Kraft, die ihm zugeschrieben wird?

Kurkuma ist Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Studien auf der ganzen Welt, und das nicht ohne Grund. Der Wirkstoff, dem die Kurkumapflanze ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften verdankt, ist das gelbe Pigment Curcumin. Es gibt zahlreiche Gründe, warum Kurkuma einen festen Platz in unserer täglichen Ernährung haben sollte. Zum einen liest man häufig, dass Kurkuma gegen Krebs wirkt und auch bei der Behandlung von Alzheimer erfolgversprechend ist. Die Forschungsergebnisse sind vielversprechend, aber noch nicht mit Sicherheit belegt. Unbestreitbar ist hingegen die entzündungshemmende, antibakterielle und antioxidative Wirkung von Kurkuma. Die Hauptfragen sind, wie man Kurkuma richtig anwendet, welche Dosis wirksam ist und wer auf Kurkuma verzichten sollte. Im Folgenden führe ich die wichtigsten durch wissenschaftliche Untersuchungen gewonnenen Fakten in Bezug auf die gesundheitsfördernde Wirkung von Kurkuma an.

Die im Rahmen von Studien verwendeten Mengen, die einige der therapeutischen Eigenschaften der Kurkuma belegt haben, sind um Einiges größer, als jene, die in der Ernährung zum Einsatz kommen. So haben die Wissenschaftler Kurkumaextrakt, d. h. reines Curcumin verwendet, und zwar in Tagesdosen von 1 bis 5 Gramm. Dem Körper allein durch den Verzehr von Kurkumapulver eine solche Menge Curcumin zuzuführen, ist praktisch unmöglich, denn der durchschnittliche Curcuminanteil in Kurkumapulver liegt bei gerade einmal 2–3 Prozent. Die empfohlene Tagesdosis für Kurkumapulver beträgt hingegen um die 5 Gramm (1–2 Teelöffel).

Mit einem Teelöffel Kurkuma pro Tag führen Sie Ihrem Körper im Durchschnitt also nur 0,125 Gramm Curcumin zu. Es ist daher zwar auf jeden Fall ratsam, die empfohlene Tagesmenge an Kurkuma in die tägliche Ernährung aufzunehmen, doch ist eine solche Dosis als präventiv und nicht als therapeutisch anzusehen. Im Falle gesundheitlicher Beeinträchtigungen oder Erkrankungen sollte ein Arzt konsultiert werden, um eventuelle negative Folgen der Einnahme größerer Curcumin-Mengen abzuklären. Soll Curcumin als Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden, beträgt die empfohlene Tagesmenge 1,2–1,8 Gramm.

Die empfohlene Tagesdosis gilt für erwachsene Personen. Wenn Sie die Ernährung Ihrer Kleinen mit Kurkuma bereichern möchten, halbieren Sie die Menge.

Curcumin ist fettlöslich, was bedeutet, dass Kurkuma in Kombination mit bestimmten Fetten, wie z. B. Oliven- oder Kokosöl, verwendet werden sollte. Auf diese Weise wird die Curcumin-Aufnahme um Einiges verbessert.

Trotz aller guten Eigenschaften von Kurkuma, gibt es Umstände, unter denen es nicht verwendet werden sollte. Auf Kurkuma verzichten sollten Patienten, die blutzuckerregulierende oder blutverdünnende Medikamente nehmen, Gallenstein-Patienten sowie schwangere Frauen und stillende Mütter.

Wie verwendet man Kurkuma am effektivsten? Bereiten Sie eine Mischung aus Kurkuma, Olivenöl und schwarzem Pfeffer zu und verwenden Sie sie zum verfeinern von Suppen, Fetten und Salaten. Wissenschaftliche Studien haben nämlich gezeigt, dass der im Pfeffer enthaltene Wirkstoff Piperin die Curcumin-Aufnahme merklich verbessert. Wenn Sie Kurkuma zum Würzen von gekochten Speisen verwenden, geben Sie es erst gegen Ende der Garzeit dazu.

Sie können sich auch einen leckeren Kurkuma-Tee zubereiten. Dafür ¼ Teelöffel Kurkuma, etwas Zitronensaft, etwas Honig und einen Teelöffel Kokosöl in eine Tasse warmes Wasser geben. Noch warm trinken.

Auch in Smoothies macht sich Kurkuma äußerst gut.