Hüter der Gesundheit: Probiotika, Präbiotika, Symbiotika, Nahrungsfaserstoffe, Laktobazillen, Bifidobakterien … In den letzten Jahren wird über diese wichtigen Inhaltsstoffe viel gesprochen und geschrieben. Sie sind bereits zu wahren Symbolen für Gesundheit geworden. Sie alle werden als Superhelden und Hüter der Gesundheit gelobt. Und nicht zu Unrecht!

Was sagt die Wissenschaft?

Vereinfacht gesagt sind Probiotika lebendige Mikroorganismen (Bakterien), Präbiotika hingegen ihre Nahrung.

Der Begriff „Mikroorganismen“ klingt zunächst beängstigend, da diese meist als Synonym für Krankheiten verstanden werden. Doch der große Louis Pasteur sagte schon vor langer Zeit: „Mikroorganismen sind überall. Mikroorganismen sind allmächtig. Mikroorganismen werden das letzte Wort haben.“

Wenn man ein bisschen genauer darüber nachdenkt, ist es auch so. Wussten Sie, dass im menschlichen Darm rund 100 Millionen Bakterien leben? Aber keine Sorge, nicht alle von ihnen sind gefährlich. Im Gegenteil: einige sind sogar sehr wichtig und nützlich. Das sind die sogenannten „guten Bakterien“ oder PROBIOTIKA. Natürlich leben hier auch „schlechte Bakterien“, sodass sich in unserem Darm ein täglicher Kampf zwischen Gut und Böse abwickelt, und der Allgemeinzustand unseres Körpers vom Gewinner dieses Kampfes abhängt.

Wenn wir jedoch berücksichtigen, dass etwa 70 Prozent der Zellen unseres Immunsystems in unserem Darm sitzen, dann wird schnell klar, dass man durch positives Einwirken auf das Gleichgewicht von „Gut“ und „Böse“ im Darm auch positiv auf den gesamten Körper einwirken kann. Hier kommen die Präbiotika ins Spiel.

Verbündete im Kampf um eine gesunde und ausgewogene Darm-Mikroflora

Durch zahlreiche Faktoren, wie Stress, falsche und unausgewogene Ernährung, psychophysische Erschöpfung oder chronische Erkrankungen, aber auch durch bestimmte Medikamente, insbesondere Antibiotika, kann dieses Gleichgewicht zerstört werden. Die Folge ist eine erhöhte Anzahl an „schlechten“ Bakterien, was oft zu gesundheitlichen Problemen, wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Vitamin- und Mineralstoffmangel aufgrund der eingeschränkten Absorption im Darm sowie ein geschwächtes Immunsystem, führt. Mit anderen Worten: Unsere Darm-Mikroflora verändert sich und muss daher regelmäßig erneuert werden. Eine große Hilfe dabei sind die Präbiotika.

Was unterstützt und stärkt die Probiotika?

So wie wir Menschen, brauchen auch die Probiotika Nahrung. Hier kommen die Präbiotika ins Spiel. Sie sind die Nahrung der „guten“ Bakterien im Dickdarm. Wenn wir sie „füttern“, werden sie stärker und aktiver im Kampf gegen „schlechte“ Bakterien.

Präbiotika sind unverdauliche Nahrungsstoffe aus pflanzlichen Quellen – am häufigsten aus Topinambur und Zichorie. In Nahrungsmitteln sind sie in Form von Inulin, Oligofruktose und Fruktooligosacchariden (FOS) zu finden.

Ehe Sie jetzt zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen, denken Sie nach. Präbiotika sind in Lebensmitteln, die Sie täglich zu sich nehmen, enthalten. Setzen Sie Bananen, Bohnen, Erbsen, grüne Bohnen, Knoblauch, Porree und Spargel auf Ihren Speiseplan. Diese Nahrungsmittel unterstützen die Funktion des Verdauungstrakts und des Immunsystems.